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„Wandeln auf historischen
Pfaden“ - unter diesem Titel haben Studenten der Universität
Kassel über ein knappes Jahr die Geschichte von Carlskanal und Carlsbahn
erforscht. Beides sind Verkehrsverbindungen, die einst Karlshafen mit Kassel
verbinden sollten, ohne dabei das Territorium des Königreichs Hannover
(das heutige Niedersachsen) zu berühren.
Mittlerweile sind die Verkehrswege bei den meisten Menschen in Vergessenheit
geraten. Doch seit dem letzten Oktober haben angehende Landschafts- und Stadtplaner
nach Spuren von Kanal und Bahn gesucht. Sie haben hierzu Ortskundige befragt,
alte Karten ausgewertet und im Gelände nach Überresten gesucht.
Spektakuläres wie der alte Eisenbahntunnel bei Deisel wurde ebenso untersucht
wie Unscheinbares - beispielweise einzelne Kilometersteine.
„Insbesondere vom Carlskanal sind nur noch wenige Überreste zu finden“,
erklärt Klaus Röttcher, der die Studenten zusammen mit Professor
Dr. Diedrich Bruns und Dr. Klaus Horn bei ihrer Arbeit betreute.
Dennoch hält Bruns es für wichtig, die Spuren zu
erhalten, denn: „Unsere Landschaft ist eine Kulturlandschaft, die von
verschiedensten früheren und noch immer bestehenden Nutzungen geprägt
wurde und wird.
Diese Vielfalt müssen wir erhalten.“
Was geschützt werden soll, muss jedoch erst einmal bekannt sein. Daher
haben die Kasseler Studenten ihre Funde in einem digitalen Archiv erfasst. „Für
jeden einzelnen Gegenstand können wir per Knopfdruck die exakte Lage,
eine Beschreibung und Bilder abrufen“, erklärt Horn das Prinzip.
Doch die Kasseler Studenten erarbeiteten auch Vorschläge, wie die Geschichte
von Carlskanal und Carlsbahn touristisch genutzt werden könnte. Entstanden
sind unterschiedliche Ergebnisse, die Sie unter Projektergebnisse nachlesen
können.